Dr. Hartmut Hübner

Stellungnahme zum Projekt „Wasser interdisziplinär 21“

Der Vorschlag des Künstlers Andrzej Dzierzbicki, an der Uni Kassel ein Kunstprojekt „Wasser interdisziplinär 21“ zu initiieren, passt gut zum Profil der Universität und hat das Potential, Zusammenarbeit quer durch die Disziplinen zu generieren.

Allein schon das Darstellen der weiten Nutzungsvielfalt des Wassers erfordert Kommunikation zwischen einer Vielzahl von Fachgebieten sowie zusätzliche Systemkompetenz und ließe sich über authentischen Dialog bis zur Vernetzungskunst ausweiten.

Ein solcher Dialog, besonders zwischen Wissenschafts- und Erfahrungswelten, bringt frische neue Impulse in die Forschung.
Dieser Anstoß zum Kommunizieren und Teilen wird zur Quelle für künstlerische Aktionen, die sich zu einer Form von Wissenserkundung und Erkenntnis entwickeln.

Der offene Ansatz von Kunst kann darüber hinaus zu einem Anstoß für weiterreichende Interdisziplinarität beitragen. Die Umweltforschung wird zwar häufig als Beispiel und auch Erfolg von Interdisziplinarität aufgeführt, aber auch dort konnte in der Forschungspraxis das Grundproblem der Trennung zwischen Mensch und Umwelt nicht angemessen aufgegriffen werden.

Das Projekt "Wasser interdisziplinär 21" mit seinem experimentellen Charakter bietet die Basis, die Wasser-Wirklichkeit mit ihren drängenden Aufgaben umfänglich aufzuzeigen sowie neue interdisziplinäre Zugänge zu initiieren.

Herzlichen Dank an den Vernetzungskünstler Andrzej Dzierzbicki  für diese Perspektiven öffnende Initiative. Ich halte sie für förderungswürdig und werde diese für mich neue und herausfordernde Idee gern unterstützen.

Dr. Hartmut Hübner
Umweltforscher